i-SLAM

Fatime

Ich hab einen Text für euch geschrieben.
Hab ’ne Weile gebraucht, um ihn zu üben.
Und jetzt bin ich damit unterwegs.
Doch schon mein Anblick geht vielen schwer auf den Keks.
Hey! Ich mach Poetry Slam, und ich bin religiös!
Warum macht euch das denn so nervös?
Ich bete und hab trotzdem auch was zu sagen!
Warum ist das für euch denn so schwer zu ertragen?
Ich steh auf der Bühne, damit ihr seht:
Ich bin auch ein Mensch. Aber ihr versteht
das nicht und ruft: Der Islam
soll wieder dahingehen, woher er kam.
Nach Anatolien und –

Apropos Anatolien: Kennen Sie den?
Erdbeben in Anatolien: 90.000 Türken sind tot.
Frankreich schickt Hilfstruppen,
Kanada Lebensmittel,
Deutschland 90.000 lebendige Türken.

Ich bin geboren im selben Land wie ihr.
Mein Zuhause ist der Islam, und mein Zuhause ist hier.
Auch wenn der Spruch hier noch viele stört:
Es stimmt, dass der Islam zu Deutschland gehört.
Schnall‘ das doch endlich, auch du, frommer Christ:
Wer an Allah glaubt, ist kein Terrorist,
der nur Krieg will und –

Apropos Krieg, da habe ich noch einen:
Obama und Putin treffen sich zum Vieraugengespräch.
Hinterher werden sie gefragt:
Worüber haben Sie sich denn unterhalten?
Sagt Putin: Wir haben geplant Dritte Weltkrieg.
Und wie stellen Sie sich das vor?
Wir werden töten 40 Millionen Moslems und einen Zahnarzt.
Ja, aber, wieso denn einen Zahnarzt?
Siehst du, Obama, habe ich dir gleich gesagt: Nach den Moslems fragt keiner.

Salem aleikum!

PS:
Ach, so, nicht dass Ihr denkt, ich laufe auch im Alltag mit so einer Burka herum. Gott bewahre! Die ziehe ich immer nur auf der Bühne an.
Weil mein Text dann einfach noch krasser kommt.
Normal sehe ich natürlich ganz anders aus.

Fatime

 

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