Kabarett auf Krankenschein

Patientin Eva

Ich habe an dieser Stelle ja schon öfters von meiner Erkrankung erzählt, meinem chronischen Protestantismus.
Bisher hat leider noch keine Therapie etwas gebracht, die der Doktor mir verschrieben hat.
Zuletzt habe ich von ihm sogar eine Überweisung ins Kabarett gekriegt. „Wir wollen ja nichts unversucht lassen“.

Und – o Wunder! – ich glaube, das mit dem Kabarett hat jetzt zum ersten Mal echt geholfen.
Ich merke das sogar körperlich.
Früher ist immer so alle fünf Minuten mein Zeigefinger in die Höhe geschnellt, und ich musste wieder gegen irgendetwas mahnen.
Heute merke ich, dass ich alles nicht mehr so verbissen sehe. Ich kann es noch kaum glauben: Aber neulich habe ich tatsächlich einen kompletten halben Tag ohne erhobenen Zeigefinger geschafft!
Als Protestantin!
Ist das nicht toll?

Inzwischen fange ich sogar schon an, mit den Chorälen aus meinem geliebten Kirchengesangbuch herumzuspielen und sie spaßeshalber einfach mal mit neuen Texten zu versehen.
Neulich hatte ich eines meiner ältesten Lieblingslieder in den Fingern, den frommen alten Kirchenchoral von Heinrich Schütz: „Wohl denen, die da wandeln vor Gott in Heiligkeit“.

Und jetzt hört euch mal an, was ich daraus gemacht habe:

 

Und – was meint ihr, bin ich geheilt?

 

 (Hier können Sie den Text der Neufassung und das Audio herunterladen: https://www.dropbox.com/sh/343hi3yy2v1yyor/AACZiWrW-3bZnkPCOMAjhw1va?dl=0)

3 Kommentare

  1. Marlies Leyendecker

    Die Fortsetzung mit diesem neuen Liedtext zu der genialen Szene des Protestantismus ist wieder sehr gelungen. Danke.

  2. Martin Schell

    Heute Morgen: Wiedereinstieg nach dem Urlaub.
    In den Mails: Euer Blog.
    Herzlichen Dank, ich freue mich auf den Rest des Tages.

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